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Fliesen-Einmaleins: Alles rund um die Fliesenauswahl

|23. June 2020 | Allgemeine Informationen über B&M Exclusiv

 

Wenn das neue Bad langsam Form annehmen soll, dann steht man vor der großen Frage: Welche Fliesen sollen es werden? Vor einem Jahrzehnt mag diese Entscheidung noch leichtgefallen sein. Es wurde eine, maximal zwei Fliesenarten gewählt, dazu eventuell noch eine Bordüre aus Mosaiken und das war’s. Heute steht man allerdings vor der ach so wunderbaren Qual der Wahl. Damit diese trotzdem erfolgreich gelingt, stellen wir Ihnen die Grundlagen rund um die Fliesenauswahl vor – welche Eigenschaften hat nun eine Fliese?

 

Funktion

Ja, zuallererst erfüllen die Fliesen eine Funktion. Es wird unterschieden, ob sie im Innen- oder Außenraum eingesetzt werden. Das legt auch ihren Härtegrad und damit ihre Robustheit fest. Außerdem ergeben sich durch unterschiedliche Techniken bei der Behandlung der Oberflächen unterschiedliche Fliesenarten. So unterscheiden sich beispielsweise Feinsteinzeugfliesen und Steingutfliesen darin, wie hoch ihr Wasseraufnahmevermögen ist. Während erstere eher für die stärkere Beanspruchung und damit Außennutzung geeignet sind, werden Steingutfliesen mit ihrer hohen Wasseraufnahmefähigkeit ausschließlich im Innenbereich eingesetzt. Zudem werden Steingutfließen nach dem Brennvorgang mit einer Glasur überzogen, die sie zusätzlich gegen Säure schützt und damit pflegeleicht für die Reinigung jeglicher Art macht.

1×1: Nachdem geklärt ist, dass der Einsatzort der Fliesen das neue Badezimmer ist, sollte das Bad genauer unterteilt werden. Beispielsweise werden Bodenfliesen anders beansprucht als die Wandfliesen in der Dusche. Deshalb sollten Sie festlegen, wo genau im neuen Bad Fliesen verlegt werden sollen und welcher Beanspruchung sie in diesem Bereich standhalten müssen.

 

Material

Aus der Funktion ergibt sich in der Regel auch das empfohlene Material der Fliesen. Steinzeugfliesen sind widerstandsfähig und werden – anders als ihre nahestehenden Feinsteinzeugfliesen – gerne im Innenraum verlegt. Steingutfliesen sind glasiert und durch ihre glatte Oberfläche eher als Wand- statt Bodenfliesen geeignet.

Feinere Fliesen bestehen aus Fayence, Keramik, Porzellan und Terrakotta. Diese sind nicht weniger widerstandsfähig, sondern verlangen in der Verlegung und beim Zuschneiden mehr Feingefühl. Außerdem zeichnen sich diese feineren Fliesenarten oft durch besonders schöne Muster und Optiken aus, weshalb sie gerne im Bad eingesetzt werden.

Die robusten Steinvarianten in Form von Marmor, Granit sowie Sand- und Kalkstein überzeugen durch ihre vielfältige Einsetzbarkeit, Widerstandsfähigkeit und zeitlose Optik. Schiefer ist eine preiswertere Natursteinvariante, die mit einer sehr dekorativen Textur dient. Und als Bodenbelag besonders pflegeleicht ist.

1×1: Lassen Sie sich unbedingt von einem Experten beraten. Das Material der Fliese sagt mehr über sie aus als der Preis. Außerdem kommt es auf die Verknüpfung von Funktion und Material an, um ein langanhaltendes und qualitativ hochwertiges Fliesenerlebnis in Ihrem neuen Bad zu erzielen!

 

Format

Auch bei der Fliesengröße und -form hat sich seit den 2000ern viel getan. Es ging vom Mosaikmuster hin zu Großformatfliesen, wie wir sie heute kennen. Es stellt sich die Frage, welchen Zweck 1,5×1,5-große Fliesen erfüllen sollen. Nun denn, die Idee dahinter ist einfach: weniger Fugen bedeuten auch weniger Angriffsfläche für Schimmel und Bakterien – ein Vorteil, der vor allem bei der Bekleidung von Duschen gerne genutzt wird.

1×1: Erkunden Sie das erweiterte Angebote an Fliesengrößen und Formen, mit denen die Anbieter heute dienen. Die großformatigen Fliesen sind richtig eingesetzt nicht nur praktisch, sondern sehen auch außerordentlich modern und ansprechend aus.

 

 

 

Optik

Nun zu dem optisch wichtigsten Punkt – wie soll die Oberfläche konkret sein? Zum einen ergeben sich aus den Punkten Funktion, Material und Format schon bestimmte Tendenzen für die Optik. Zum anderen kann der Prozess auch bei der Optik starten und die restlichen Punkte schrittweise einbeziehen. Wenn Sie also wissen, Sie wollen unbedingt ein Mosaik-Muster, dann kommen die Feinsteinzeugfliesen nicht unbedingt in die engere Auswahl.

Grundsätzlich gibt es bei der Optik (fast) keine Grenzen. Es haben sich in den letzten Jahren die verschiedensten Trends bei den Fliesen abgewechselt und können als Inspiration für Ihr Bad dienen. Besonders beliebt für den natürlichen Look sind Naturstein-Mosaike und Fliesen in Holzoptik. Diese tragen zu dem Gefühl der ganz eigenen Entspannungsoase bei.

Durchaus präsent sind wieder grafische, aber sehr reduzierte Muster und bunte Fugen. Zugegeben, dies mag beim ersten Lesen eher an die 70er Jahre im Retro-Look erinnern, aber der stimmige Einsatz von Farben kann tatsächlich positiv überraschen und ein zeitloses Gesamtbild ergeben.

1×1: Hier sollten Sie nicht bei den kleinen Fragen anfangen, ob nun einfärbig oder bunt. Viel wichtiger ist Ideen zu sammeln, eine Farbstimmung festzulegen und dann erst die Details der einzelnen Fliesenoberflächen auszuwählen.

 

In diesem Bad wurden gleich drei verschiedene Fliesenarten verarbeitet. Die großformatigen Steinfliesen im Duschbereich, feinere Keramikfliesen an der Wand und robustere Sandsteinfliesen am Boden.

Das Fliesen-Einmaleins lehrt kurz gesagt, dass Funktion und Material der Fliesen zusammen zur Optik beitragen und so die Oberfläche mitsamt Mustern und Fliesenformat bestimmen. Ob Sie nun mit der Idee aus einem Badezimmerkatalog als Inspiration starten oder sich schrittweise durch die Grundlagen rund um die Fliesen durcharbeiten – behalten Sie sich das 1×1 im Kopf, damit am Ende Funktion, Material, Format und Optik in Ihrer neuen Wohlfühloase perfekt vereint sind.

Jegliche Sanierungen aus einer Hand!