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Wie geht Beleuchtung im Bad richtig?

|10. May 2020 | Allgemeine Informationen über B&M Exclusiv

Wenn wir gleich zu Anfang mit Begriffen wie Lichtkonzept, Lichttemperatur und Schutzklassen um uns werfen, dann denken Sie sich vermutlich: „Ich wollte doch nur ein gemütlicheres Badezimmer haben und keine Einführung in die Lichttechnik!“ Wir sagen aber – die Wirkung von Lichtquellen im Bad wird oft unterschätzt. Selbst dem hochwertigsten Badezimmer kann der Wohlfühlfaktor fehlen, wenn die Beleuchtung nicht stimmt! Auf diese drei F’s kommt es an: Funktion, Farbe & Fachkundigkeit!

Funktion

Zuallererst braucht es ein durchdachtes Lichtkonzept. Dazu müssen Sie sich überlegen, welche Tätigkeiten in Ihrem Bad erledigt werden. Neben Duschen, Schminken und Körperhygiene darf das Entspannen und vielleicht auch das Lesen nicht fehlen. Welche Abläufe werden wo im Bad erledigt? Das ermöglicht später die Lokalisierung der entsprechenden Lichtquellen. Dabei müssen Sie nicht nur dabei verbleiben, welche Funktionen Ihr Bad bisher erfüllt hat. Wir setzen gerne mehrere Deckenleuchten für die Allgemeinbeleuchtung ein. Dazu eignen sich Spiegelleuchten für feinere Tätigkeiten wie die Körperhygiene. Es bleibt also nicht bei einer Leuchte – schließlich ist das Bad auch nicht nur für das Duschen da!

Farbe

Mit warmweißen Licht zum Wellnessgefühl!

Bei der Beleuchtung muss zudem die Lichttemperatur bedacht werden. Sie denken sich vermutlich: „Bei einem Bad mit Tageslicht – was gibt es da schon zu bedenken?“ Die ergänzende Wirkung von Leuchten an trüben Tagen oder am Abend macht es durchaus bedeutend auf die Lichttemperatur zu achten. Zudem stehen viele Mietwohnungen vor der Herausforderung innenliegender Bäder. Was ist also der Unterschied zwischen warmem und kaltem Licht?

Warmweißes Licht gibt uns eher ein Gefühl von Wärme und Behaglichkeit und bewegt sich zwischen 2700 und 3300 Kelvin, womit es einen gelblichen Unterton hat. Neutralweißes Licht liegt darüber bei bis zu 5300 Kelvin. Bei diesem Licht können Details besser unterschieden werden und es wird gerne in Räumen eingesetzt, wo es Aktivitäten unterstützen und trotzdem einladend wirken soll.

Einfache LEDs können als Hinterleuchten beim Spiegel dienen und in der richtigen Farbtemperatur die Körperhygiene erleichtern.

Leuchten, die in einem Kelvinbereich darüber liegen, erzeugen tageslichtähnliche Verhältnisse und sorgen für eine nüchterne Stimmung. Mittlerweile gibt es zahlreiche Funktionen, die es ermöglichen, dieselbe Lichtquelle dreistufig zu dimmen, sodass das Bad beim Entspannen gemütlich warm leuchtet und fünf Minuten später beim Rasieren schon wieder Tageslichtverhältnisse schafft.

Abgesehen von der Temperatur kann natürlich auch farbliches Licht eingesetzt werden. Hier bieten LED-Leuchten eine Vielfalt an Möglichkeiten.

Sogenannte RGB-Leisten setzen sich, wie der Name vermuten lässt, aus den drei Farben Rot, Grün und Blau zusammen und ermöglichen so alle möglichen Farbkombinationen und Übergänge, die manuell eingestellt werden können. Der Einsatz der LED-Leisten kann in Form von umlaufenden Hinterleuchten für die Positionierung am Rand sein, um bestimmte Stellen des Bades in Szene zu setzen. So können ganz außergewöhnliche Effekte und Stimmungen erzeugt werden.

 

Fachkundigkeit

Für die Beleuchtung in Feuchträumen ist besonders auf Sicherheit zu achten. Nicht jede Leuchte ist für das Bad geeignet. Vor allem in der Nähe von Wasserquellen wie Badewanne, Dusche und Waschtisch müssen Leuchten installiert werden, die vor Wasser geschützt sind. Diese „Wasserverträglichkeit“ wird mit dem IP-Wert ausgedrückt. Je höher die Zahl, desto besser ist die Leuchte vor Wasser geschützt. Normale Innenleuchten liegen im Bereich IP 21 bis IP 23. Darüber werden Leuchten für Feuchträume und als Außenleuchten eingesetzt. Ab einem IP 68 sind die Leuchten auch für Unterwasser geeignet. Wichtig ist: Im unmittelbaren Radius der Wasserquellen immer auf Nummer Sicher gehen und IP-Werte der höheren Stufe verwenden. Schließlich kann es hier und da schonmal nass werden! Hier brauchen Sie sich allerdings nicht allzu große Sorgen machen. Im Zweifelsfall hilft der Fachmann. Zudem sorgen Elektroinstallateure dafür, dass die Beleuchtung richtig eingebaut wird und den technischen Sicherheitsrichtlinien entsprechen.

Strahlendes Badezimmer mit Mosaikfliesen

Strahlendes Tageslicht ist nicht in jedem Badezimmer möglich. Mit dem richtigen Lichtkonzept gelingt der Wohlfühlfaktor aber in jedem Bad.

Fazit

Licht im Bad gehört auf jeden Fall als ein Punkt auf die To-Do-Liste einer jeden Badrenovierung. Investieren Sie die nötige Zeit! Fangen Sie mit dem ersten „F“ an und arbeiten Sie sich durch! Sammeln Sie Ideen und lassen Sie sich ausgiebig beraten. Setzen Sie auf ein ausgereiftes Lichtkonzept – damit Ihr Bad rundum harmoniert und Ihnen der Wohlfühlfaktor vor lauter Details nicht abhandenkommt!

Jegliche Sanierungen aus einer Hand!